Haushaltstipps bei Husten – von Anissaft bis Zitronenwickel
Wenn es kälter und feuchter wird, beginnt die Zeit der Erkältungen. Husten ist oft eine unerfreuliche Begleiterscheinung dieser herbstlichen Jahreszeit. Meist beginnt eine Erkältung mit einem hartnäckigen Reizhusten und setzt sich dann nach einiger Zeit mit einem anhaltenden, quälenden Husten fort.
Husten ist eine Abwehrreaktion des Körpers auf Fremdkörper und Krankheitserreger wie Rauch, Staub, Bakterien und Viren, die in die Atemwege gelangen und die Schleimhäute reizen. Durch das Husten versucht der Körper, diese Bakterien und Fremdkörper auszustoßen, die Atemwege zu reinigen und Erkrankungen wie Entzündungen der Atemwege dadurch zu verhindern.
Was also tun bei Husten und Bronchitis?
Für alle Hustenarten gilt: nicht rauchen und das Immunsystem stärken, z.B. durch regelmäßige Bewegung, vitaminreiche und mineralstoffreiche Ernährung, vor allem aber für frische Luft sorgen. In den Aufenthaltsräumen sollte eine hohe Luftfeuchtigkeit herrschen, die man durch einen elektrischen Luftbefeuchter, aber auch durch das Aufhängen feuchter Tücher herbeiführen kann. Hustenbonbons und Inhalationen helfen, die die Schleimhäute befeuchten und deren Austrocknen verhindern.
Außerdem gibt es eine Vielzahl an einfachen selbstgemachten Hustenmittel, um dem lästigen Husten zu Leibe zu rücken:
Eukalyptusölwickel: 10 Tropfen Eukalyptusöl in Brust einreiben und mit einem warmen Handtuch abdecken und möglichst über Nacht einwirken lassen.
Zitronenwickel: Zitronen auspressen, den kalten Zitronensaft auf ein Handtuch träufeln, auf die Brust legen und ca. eine Stunden einwirken lassen ( dabei auf Hautausschläge achten).
Quarkwickel: ein Handtuch dick mit Quark bestreichen und um Brust und Rücken wickeln, mehrere Stunden, am besten über Nacht einwirken lassen.
Zwiebelsaft: eine Zwiebel auspressen, den Saft mit heißer Milch in ein Glas geben, einen Esslöffel Honig dazugeben und das Ganze langsam und so heiß wie möglich trinken.
warme Füße: kalte Füße bewirken ein Absinken der Temperatur in den Mund- und Rachenschleimhäuten, das lässt sie austrocknen und fördert die Ansammlung von Viren und Bakterien.
Kräutersaft: Pfefferminze, Thymian, Salbei und Spitzwegerich (zusammen etwa eine Handvoll) in einem Liter Wasser aufkochen, ca. zehn Minuten ziehen lassen, durchsieben und den Sud mit Honig süßen sowie über den Tag verteilt schluckweise trinken.
Brustwickel: drei Esslöffel getrocknete Kamille mit ca. zwei Tassen heißem Wasser übergießen, dann das Gemisch abdecken und ziehen lassen, anschließend ein warme Kompresse hineintunken und das warme Tuch um die Brust wickeln.
Kartoffelpackungen: ca. vier bis fünf Kartoffeln weich kochen, die gekochten Kartoffeln zerdrücken und in ein Handtuch packen, das Ganze so heiß wie möglich auf die Brust legen, die Brust zusätzlich mit einem warmen Schal umwickeln und solange wie möglich einwirken lassen.
Anisgetränk: einen Teelöffel gemahlenen Anis mit einer Tassen heißen Tee übergießen und drei Mal täglich trinken.
Hustensirup selbst gemacht: Knoblauch, Honig und Ingwer mischen mit etwas Flüssigkeit aufkochen, über Nacht ziehen lassen und am nächsten Tag schluckweise trinken.
Sollte der Husten sehr lange andauern oder gelblich-grünlicher Auswurf auftreten, sollte eine Vorstellung beim Hausrzt erfolgen.
Ansonsten gilt: ob Wickel, Saft oder Tee , Husten adé!